X und U und was die eigentlich so miteinander zu tun haben

Jemandem ein X für ein U vormachen. Gutes altes Sprichwort. Gemeint ist, jemanden zu täuschen, aber wo kommts her?

Eigentlich müsste es heißen, jemandem ein X für ein V vormachen. Denn ursprünglich bezog sich dieses Sprichwort auf die römischen Zahlen X und V, also die Zahlen 10 und 5.
Wischt man den unteren Teil des X, also der 10 weg, erhält man ein V und damit eine 5.
Mir wurde einmal die Geschichte erzählt, dass das Sprichwort ursprünglich aus der Gastronomie kommt, in der es früher den „Deckel“ nicht auf Bierdeckeln, sondern auf Tafeln gab. Auf Tafeln schreibt man mit Kreide. Trinkt man zuviel, stehen da plötzlich sehr viele Kreide-X, die natürlich jeden Betrunkenen dazu reizen dürften, da irgendwas wegzuwischen, damit man weniger bezahlen muss und damit sich am nächsten Tag noch das Katerfrühstück leisten kann…oder auch Blumen, um die wütende Ehefrau zu besänftigen. Also schnell die unteren Hälften des X weggewischt und schon war die Rechnung kleiner.
Nur erwischen lassen sollte man sich nicht. Waren ja noch härtere Zeiten damals…

~ von schongewusst am November 14, 2006.

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