•Juni 13, 2007 •
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Es gibt Populationen, die habens verstanden.
Die haben verstanden, dass Männer und Frauen einfach nicht zusammenpassen. Es gibt auch Populationen, die haben daraus eine Konsequenz gezogen: bei denen gibt es im Prinzip gar keine Männer mehr. Da pflanzen sich die Weibchen allein fort.
Bei den Rädertierchen (Rotatoria) ist das zum Beispiel so. Die produzieren Eier, die sich ohne vorher von Samen befruchtet werden zu müssen, einfach so teilen. Aus diesen Eiern entsehen dann auch wiederum nur Weibchen.
Und so döseln die ihr Leben lang vor sich hin und strudeln sich glücklich und männerlos durch die Wasser dieser Erde.
Das Prinzip der ungeschlechtlichen Fortpflanzung nennt man auf schlau auch Parthenogenese und kommt natürlich nicht nur bei Rotatorien vor.
Jetzt mögen vielleicht die ein oder anderen Feministinnen oder Männergegenerinnen vor Freude zur Schnappatmung neigen. Aber ich muss euch enttäuschen:
Das Ganze hat einen Haken. So ganz ohne Männer gehts dann doch nicht. Werden nämlich die Bedingungen schlecht. Ist also die Existenz der Population bedroht, werden Eier produziert aus denen kleine Männchen schlüpfen. Mit Hilfe derer Samen werden dann sogenannte Daueier produziert, die in der Lage sind, z.B. extreme Trockenheit zu übrleben.
So ganz ohne gehts dann also doch wieder nicht. Was die oben genannten dennnoch freuen könnt: Die Männchen haben oft nichtmal einen Mund oder Darm (kurz: die haben keinen Verdauungstrakt) und sind somit nicht lebensfähig und einzig und allein dafür geboren worden, um den Erhalt der Rasse zu gewährleisten. Samenpakete eben.
Wenn ich mich nicht irre, ist das die häufigste Ausrede der menschlichen Männer, wenn sie fremdgegangen sind…
Vielleicht war das bei den Rädertieren auch so vor langer langer Zeit? Wer weiß, wohin uns unsere menschliche Evolution noch führt
Ok, nun die Quellen:
Wehner, Gehring: Zoologie.
Wiki und diese Seite eines Gymnasiums mit wirklich gutem naturwissenschaftlichen Anteil (auch zum noch weiterstöbern super geeignet)
Veröffentlicht in Biology
•März 2, 2007 •
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Die Antwort ist “Nein”.
Wasser ist nur nass, wenn es flüssig ist und ein einzelnes Molekül ist nicht dazu in der Lage einen bestimmten Aggregatzustand anzunehmen (Aggregatzustände= fest, flüssig oder gasförmig)
Eine Flüssigkeit ist definiert als ein Stoff, der formunbeständig ist, aber volumenstabil. Soll heißen, Flüssigkeiten können sich allen Formen anpassen, aber fast gar nicht zusammengepresst werden. Eine Flüssigkeit kommt erst zustande, wenn sich zwei oder mehr Moleküle zusammenschließen.
Nun könnte man natürlich gegenargumentieren, dass Wasserdampf und Eis sehr wohl flüssig sind, weil man nasse Hände bekommt, wenn man damit in Berührung kommt. Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Das, was man als Feuchtigkeit wahrnimmt, ist ein Verbund von Wassermolekülen, der durch Temperaturänderung wieder in den flüssigen Aggregatzustand gewechselt ist. Wenn Wasserdampf zum Beispiel an den kühleren Topfdeckel kommt, kühlt er ab und wird wieder zu flüssigem Wasser.
Veröffentlicht in Chemistry
•November 16, 2006 •
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Schon gewußt? Schnecken haben eine Raspelzunge (Radula). So schleimen sich die Kleinen ihr Leben lang durch die Gegend und raspeln mit ihrer Zunge ihr Fütterchen von Steinen und allem anderen, was ihnen so lecker auf ihrem Weg vorkommt. Wie eine Käsereibe, die Käse reibt.
Dabei ist die Zunge beweglich und mit lauter “Miniaturbaggern” besetzt. Wie auf einem Förderband werden dann die Krümelchen direkt in den “Rachen” (Pharynx) befördert.
Natürlich gibt es auch hier wie immer Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Denn es gibt durchaus auch Schnecken, die sich anders ihrer Nahrung bemächtigen.
Und nicht nur Schnecken raspeln sich so durch ihr Leben.
Die meisten Weichtiere (Mollusca) haben eine. Mit wenigen Ausnahmen. Um die Regel zu bestätigen. Wär ja sonst auch zu einfach zu lernen.
Muscheln zum Beispiel haben keine.
Die Radula wird ständig erneuert und nutzt sich so niemals ab. Also keine Weichtiere, die im Alter nur noch Breichen schlürfen können. Da sind sie uns Menschen gegenüber mächtig im Vorteil.
(Quelle: Campbell)
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•November 14, 2006 •
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Katzen haben die seltsame Eigenschaft, ihren Herrchen und Frauchen oder auch anderen geliebten Menschen ab und zu Beute vor die Tür, ins Bett oder direkt vor die Füße zu legen.
Landläufig wird das als Liebesbeweis gedeutet.
Wissenschaftler gehen allerdings davon aus, dass die Katze damit ausdrückt, dass man unfähig ist. Unfähig nämlich, sich selbst anständig zu ernähren.
Was im Grunde ja auch irgendwie als Liebesbeweis interpretiert werden kann. Immerhin hat sie einen so lieb, dass sie nicht will, dass man verhungert. Denn davon scheinen sie auszugehen, wenn sie einem Totes anschleppen.
Bringt sie einem Halbtotes, kann man noch Hoffnung schöpfen. Denn das tut sie auch. Sie legt die Beute halbtot neben dich und fängt an sie erneut zu jagen. Was für uns wirkt wie ein makaberes Spiel und uns nur allzu deutlich macht, dass Katzen immer noch Raubtiere sind, ist eigentlich nur ihr Versuch uns das Jagen beizubringen.
Bringt sie allerdings tote Beute, ist nach Katzis Meinung Hopfen und Malz verloren.
Also: Das nächste Mal vielleicht nicht ganz so böse reagieren. Sie meints nur gut.
Veröffentlicht in Biology
•November 14, 2006 •
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Jemandem ein X für ein U vormachen. Gutes altes Sprichwort. Gemeint ist, jemanden zu täuschen, aber wo kommts her?
Eigentlich müsste es heißen, jemandem ein X für ein V vormachen. Denn ursprünglich bezog sich dieses Sprichwort auf die römischen Zahlen X und V, also die Zahlen 10 und 5.
Wischt man den unteren Teil des X, also der 10 weg, erhält man ein V und damit eine 5.
Mir wurde einmal die Geschichte erzählt, dass das Sprichwort ursprünglich aus der Gastronomie kommt, in der es früher den “Deckel” nicht auf Bierdeckeln, sondern auf Tafeln gab. Auf Tafeln schreibt man mit Kreide. Trinkt man zuviel, stehen da plötzlich sehr viele Kreide-X, die natürlich jeden Betrunkenen dazu reizen dürften, da irgendwas wegzuwischen, damit man weniger bezahlen muss und damit sich am nächsten Tag noch das Katerfrühstück leisten kann…oder auch Blumen, um die wütende Ehefrau zu besänftigen. Also schnell die unteren Hälften des X weggewischt und schon war die Rechnung kleiner.
Nur erwischen lassen sollte man sich nicht. Waren ja noch härtere Zeiten damals…
Veröffentlicht in Redewendungen
•November 14, 2006 •
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Hier ein Beitrag vom schon erwähnten Benji:
Die amerikanische Floskel “Okay” (O.K.) kommt ursprünglich aus dem deutschen Verlagswesen, wo Lektoren einen nicht der Korrektur bedürftigen Text mit “O.K.” (Ohne Korrektur) markierten. Dieser Ausdruck ist inzwischen wieder in den hiesigen Sprachgebrauch zurück “gewandert”.
(Quelle: WDR5)
Danke Ben
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•November 13, 2006 •
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Bäume sind faszinierend. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Formen, Größen und Farben. Dabei ist das Aussehen der Bäume oft eine Anpassung an ihre Umgebung. Kleine, gedrungene wird man wohl häufig an extremen Standorten finden. An Berghängen zum Beispiel, wo sie Wind und Wetter trotzden müssen. Die riesigen Bäume der Tropen nehmen nicht umsonst die Mühen des Höhenwachstums auf sich und die pure Freude am Wachsen ist es wohl auch nicht. Es ist der Kampf ums Sonnenlicht in einer so dichten Vegetation, die sie antreibt. Wer am weitesten nach oben kommt, wird am meisten Licht abbekommen und somit überleben.
Aber wie hoch können Bäume eigentlich werden? Und warum?
Die Antwort: Wissenschaftler haben rausgefunden, dass Bäume maximal eine Höhe von 122 bis 130 Metern erreichen können.
Und der Grund ist physikalischer Natur.
Der Transpirationssog:
Bäume versorgen sich mit Wasser, indem sie es über die Wurzeln aus dem Boden aufnehmen und durch ein Leitungssystem (Xylem) nach oben transportieren – in jeden Ast und jedes Blatt. Der Transport erfolgt allerdings nicht aktiv. Das Wasser verdunstet an der Blattoberfläche (der Baum transpiriert) und zieht so konstant neues Wasser nach sich.
Diesem Transpirationssog sind allerdings Grenzen gesetzt. Und zwar durch die Reibung, die das Wasser im Leitungssystem verursacht und durch die Schwerkraft. Beide Faktoren wirken an der Baumspitze am stärksten und limitierend auf das Wachstum. Würde der Baum noch höher werden, würde die geschlossene Wassersäule durch Bläschenbildung unterbrochen. Unter Botanikern auch als Embolie bekannt, die für den Baum genauso ungesund ist, wie die Luftembolie beim Menschen, wie sie zum Beispiel bei Tauchern auftreten kann, die zu schnell wieder auftauchen.
Benji fragte mich eben noch, woher Bäume denn wissen, wann sie aufhören sollten zu wachsen.
Das schlag ich dann beizeiten mal nach und liefere dann die passende Antwort.
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•November 12, 2006 •
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Es gibt seltsame Größenverhältnisse. Und manche davon sind so seltsam, dass man sie sich kaum vorstellen kann.
Das Herz eines Pottwals z.B. ist so groß wie ein Auto und manche seiner Blutbahnen sind so groß, dass ein Mensch darin schwimmen könnte. Eine durchaus eklige Vorstellung. Und aber auch ein extremes Größenverhältnis.
Die geheimnisumwobenen Riesenkalmare, die noch niemand lebend gesehen hat, sind so groß, dass sie einen normalen Swimingpool komplett ausfüllen würden und nebenbei bemerkt sind sie eine Delikatesse für ebengenannte Pottwale.
Zumindest könnte man davon ausgehen, dass sie eine Delikatesse sind. Denn sie wurden schon des öfteren in Pottwalmägen gefunden und wenn man sich überlegt, wie groß diese Tiere sind und wie schwierig es sein muss, diese zu jagen – vor allem für ein doch recht schwerfälliges Tier, wie einen so großen Wal – kann man davon ausgehen, dass sie zumindest nicht fürchterlich schmecken.
Auch ein extremes Größenverhältnis bieten jegliche Vergleiche von Atomen mit Dingen, die wir kennen und sehen können. Atome sind wirklich aberwitzig klein.
Mal angenommen ich vergleiche einen Strich von einem Millimeter Länge mit dem Empire State Building und mal angenommen, ich würde den Millimeter genauso aufrecht hinstellen wie das Empire State Building und mal angenommen ich würde neben den Millimeter ein Atom auf den Boden legen (wenn man denn könnte), dann wäre das Größenverhältnis von Atom und Millimeter genauso lächerlich, wie wenn ich neben das Empire State Building ein Blatt Papier flach auf den Boden legen würde.
Beide Größenverhältnisse entnahm ich dem Buch “Eine kurze Geschichte von fast allem” von Bill Bryson. Ein wirklich empfehlenswertes Buch für alle, die sich schon immer für Naturwissenschaften interessiert haben, aber es irgendwann gelassen haben, weil es viel zu oft viel zu trocken und langweilig daher kommt.
Und natürlich auch absolut empfehlenswert für alle, die sich noch nie für Naturwissenschaften interessiert haben, aber keine Wahl haben oder vielleicht doch, aber mutig sind.
Veröffentlicht in Biology, Chemistry, Literature